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December 23, 2020

TripActions CEO Über Die Zukunft Von Work & Business Travel

TripActions Mitbegründer und CEO Ariel Cohen ist gespannt auf die Zukunft der Arbeitswelt.

Vor Kurzem sprach Ariel mit TripActions' Head of DEI Shaka Senghor (Gleichstellungsbeauftragter) über seine Vision für hybrides Arbeiten, die Rolle des Büros und warum Geschäftsreisen weiterhin wichtig sind, um Kontakte zu knüpfen, neue Ideen zu entfachen und Unternehmen aufzubauen.

Seit im März 2020 ein weltweiter Stillstand bei Geschäftsreisen TripActions ausgebremste, hat Ariel viel über diese Themen nachgedacht. Anfang Herbst 2020 führten Shaka und Ariel über die private Chatroom-App ClubHouse ein ähnliches Gespräch mit dem CEO von Zoom, Eric Yuan. Es war ein faszinierendes Gespräch, da Eric und Ariel scheinbar zwei unterschiedliche Positionen zur Zukunft der Arbeitswelt vertreten: Einer stellt sich vor, dass wir für immer von zu Hause aus per Videokonferenz arbeiten können, und der andere glaubt, dass ein persönliches Treffen für den Geschäftserfolg unerlässlich ist. Doch ihre Ansichten sind eigentlich recht ähnlich: Beide glauben an die Vorteile eines Hybridmodells in der Zukunft.

Wo sich Technik von anderen Bereichen der Gesellschaft unterscheidet

„Ich komme aus einer Familie, die nicht reich war. Meine Mutter war Angestellte in einem Reisebüro“, erklärt Ariel.

„Ich bedenke immer, dass ich zwar in der Tech-Branche arbeite, aber nicht jede Branche eine Tech-Branche sein kann. Und nicht jeder kann seine Arbeit per Videokonferenz erledigen oder hat zu Hause Platz für ein Büro. Im Sinne der Gesellschaft sollten wir dies alle beachten. [Wir sollten] darauf achten, dass wir [nicht] eine Form der Arbeit fördern, die vielleicht auf nur 10 % der Bevölkerung wirklich passt, während die anderen 90 % der Bevölkerung gar nicht Remote arbeiten können. Obwohl ich in der Technologiebranche arbeite, ist es mir auch schmerzlich bewusst, dass es Verkäufer, Bühnenbeleuchter und so viele Menschen mit Jobs gibt, die nicht über Videokonferenzen erledigt werden können.“

„Ich bin sehr darum bemüht, hier die Balance zu finden. Können wir in Tech-Unternehmen in einer hybriden Umgebung arbeiten? Können Tech-Unternehmen es sich leisten, ihre Mitarbeiter weltweit zu verteilen und remote zu beschäftigen und dadurch die Effizienz steigern? Können sie sich alle drei Monate, alle zwei Monate oder jeden Monat treffen? Ja, natürlich! Wir haben gesehen, dass die Tech-Branche dies alles gewährleisten kann, aber in anderen Branchen ist das nicht so einfach. Fabrikarbeiter wären nach diesem Modell arbeitslos, also müssen wir sehr vorsichtig sein“, sagt Ariel.

Shaka teilte seine Gedanken und Erkenntnisse darüber mit, wie sein Freundeskreis und seine Verwandten, die in Detroit leben, geschickte Wege gefunden haben, um ihrer Arbeit wieder außerhalb des Hauses nachgehen zu können.

„Viele meiner Freunde und Verwandten in der Heimat haben ihre Vorsichtsmaßnahmen verdoppelt, indem sie die Anzahl der Kunden in ihrem Geschäft einschränkten oder auf ein hybrides Modell mit Remote Work umstellten, damit sie weiterhin für ihre Familien sorgen konnten“, erläutert Shaka.

Ariel erörterte auch die Bedenken über die Auswirkungen von reiner Remote Work auf die in den letzten fünf bis zehn Jahren erzielten Fortschritte im Bereich der Geschlechtergleichstellung. Es gibt heute mehr Frauen in Führungspositionen als noch vor zehn Jahren, aber wenn alle von zu Hause aus arbeiten - und die Kinder nicht zur Schule können - dann zeigt sich, dass Frauen die Verantwortung für den Haushalt übernehmen, während die Männer sich nur um die Arbeit kümmern.

„Wir könnten in eine Situation kommen, in der wir Jahre des Fortschritts rückgängig machen. Um diesen Punkt habe ich mich vom ersten Tag an gekümmert. Meine Belegschaft besteht zu 50 % aus Frauen. Ich sehe, wie die Situation auseinanderbrechen könnte. Es gibt Vorteile bei der videogestützten Remote Work, aber wir müssen achtsam sein“, so Ariel.

Ein neuer Weg in die Zukunft: Persönliche Zusammenarbeit, ergänzt durch virtuelle Kontakte

Shaka und Ariel trafen sich kürzlich unter Sicherheitsvorkehrungen in der TripActions-Zentrale. Die Möglichkeit, sich persönlich zu treffen, stärkte nicht nur ihre Beziehung und ihre Ausrichtung als Führungskräfte, sondern machte auch ihre nachfolgenden Videoanrufe persönlicher und produktiver.

„Meine Videobesprechungen mit Kollegen, die ich seit März nicht mehr gesehen habe, fühlen sich ganz anders an als die mit Kollegen, die ich in letzter Zeit öfter sehen konnte“, bemerkt Ariel. „Unsere Vertrauensbasis ist höher, unsere Beziehung stärker, und dieses Videomeeting ist deutlich besser als das vor einer Woche, bevor wir Zeit miteinander verbracht hatten.“

Es ist zwar nicht mehr notwendig, für ein Gespräch oder ein Meeting in ein Flugzeug steigen zu müssen, aber die Möglichkeit, sich von Angesicht zu Angesicht zu treffen, hat den Tenor, die Tiefe und die Effektivität der darauffolgenden Videobesprechungen deutlich verändert. In diesem konkreten Fall wird deutlich, wie eine Kombination aus Remote Work, Videokonferenzen und persönlichen Treffen eine neue Form des Arbeitens bilden kann.

Ein wichtiger Teil davon wird jedoch sein, Büros in Orte der Zusammenarbeit und der Gemeinschaft zu verwandeln, im Gegensatz zur Arbeit am Schreibtisch, die viele Mitarbeiter heute lieber zu Hause erledigen.

„Ich persönlich halte nicht viel von Schreibtischen“, sagt Ariel. „Ich bin der Meinung, dass das Büro eine Umgebung haben sollte, die eher einem Café ähnelt. Denken Sie an Studenten, die in einem Café zusammen arbeiten. Sie sitzen alle zusammen in einem Pulk. Einige kennen sich. Andere wiederum nicht. Aber dort läuft Musik, Kaffeeduft füllt den Raum und man kann die Energie spüren. Für mich ist das die beste Art zu arbeiten.“ (Im TripActions-Hauptquartier gibt es einen hervorragenden Barista vor Ort, der genau diese Umgebung schafft).

„In einer solchen Umgebung kommen die Dinge voran. Kann man Whiteboarding über Zoom durchführen? Technisch gesehen, ja. Wird wirklich ein tolles Ergebnis dabei herauskommen? Wahrscheinlich eher weniger.“

Die Zukunft der Arbeit

„Die Zukunft der Arbeit sind meiner Meinung nach Büroräume, die so gestaltet sind, dass Menschen sich darin zusammensetzen, Kontakte knüpfen, eine Gemeinschaft entwickeln und gemeinsam an bestimmten Aufgaben arbeiten können. Wenn man dann zwei, drei, vier Tage in der Woche bei sich zu Hause ist, ist das toll. Da hat man dann Ruhe. Man kann sich auf seine Arbeit konzentrieren. Aber dann trifft man sich wieder mit der Community, um gemeinsam zu arbeiten und an einem weiteren Tag kann man dann alle auf Zoom wieder treffen“, beschreibt Ariel seine Vision für die Zukunft.

„Ich bin von diesem hybriden Ansatz wirklich überzeugt. Wir haben einen solchen Gemeinschaftsraum in unseren Büros und die Coronakrise könnte die Gelegenheit für mich sein, nun das gesamte Büro so zu gestalten. In der Tech-Branche funktioniert das, aber eine Fabrik oder ein Restaurant kann man so nicht führen. Das ist die Zukunft der Arbeit in der Tech-Branche.“

Für Meetings muss man in Flugzeuge steigen, und das machen Ariel und Shaka bereits seit einigen Monaten gefahrlos. Der Rest der Welt beginnt, ihrem Beispiel zu folgen, und mit der Verbreitung des Corona-Impfstoffs sowie der zunehmenden Verfügbarkeit von Coronatests (die jetzt von den Fluggesellschaften verlangt oder sogar zur Verfügung gestellt werden), nehmen die Reisebuchungen schnell zu.

Durch seine Arbeit in der Reiseverkehrsbranche war Ariel davon überzeugt, dass die Fluggesellschaften ihre Sorgfaltspflicht für die Sicherheit des Flugverkehrs erfüllen würden. Tatsächlich können bei einer Milliarde Reisenden weniger als 50 Fälle von COVID -19 auf Flugreisen zurückgeführt werden.

„Wir sind Menschen. Wir sind soziale Geschöpfe. Wir wollen uns treffen und beisammen sein“, sagt Ariel abschließend.

TripActions unterstützt die Branche dabei, wieder sicher in den geschäftlichen Alltag zurückzukehren. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie modernes R&S-Management Ihrem Unternehmen dabei helfen kann, wieder Kontakte auf die sicherste Art und Weise herzustellen, kontaktieren Sie uns noch heute unter www.tripactions.com.

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